Die optimale Bestellmenge (Economic Order Quantity – EOQ) beschreibt die effizienteste Menge an Lagerbestand, die ein Unternehmen erwerben sollte, um die Nachfrage zu decken und gleichzeitig die Gesamtkosten wie Lagerung und Bestellung so gering wie möglich zu halten. Diese Berechnung hilft Unternehmen dabei, die beste Bestellgröße zu ermitteln. So lassen sich sowohl Überbestände vermeiden, die Kapital binden und Lagerkosten erhöhen, als auch Fehlbestände, die zu Lieferengpässen und Umsatzeinbußen führen können. Mit diesem Gleichgewicht können Betriebe ihr Lager effektiv steuern und den Gewinn steigern.
Das EOQ-Modell ist für Betriebe wichtig, die ihre Lieferkette optimieren und finanziell stabiler werden wollen. Durch die Ermittlung der besten Bestellmenge können Unternehmen fundierte und datengestützte Entscheidungen treffen. Das verhindert teure Fehler in der Lagerhaltung und führt zu deutlichen Vorteilen im täglichen Geschäft und bei den Finanzen.
Die Berechnung der optimalen Bestellmenge erfolgt über die Formel EOQ = √(2DS/H). Dabei steht D für die Nachfrage (Demand), S für die Bestellkosten pro Auftrag (Order Cost) und H für die Lagerkosten pro Stück (Holding Cost).
Obwohl sowohl die optimale Bestellmenge als auch der Meldebestand wichtige Werkzeuge im Lagermanagement sind, lösen sie unterschiedliche Aufgaben bei der Nachbestellung.
Das EOQ-Modell basiert auf einigen grundlegenden Annahmen. Es wird davon ausgegangen, dass die Kundennachfrage das ganze Jahr über gleichbleibend und vorhersehbar ist. Zudem wird angenommen, dass die Bestell- und Lagerkosten pro Stück stabil bleiben, was die Berechnung vereinfacht.


