Freemium ist eine Geschäftsstrategie, bei der Kunden kostenlos auf die Grundfunktionen eines Produkts zugreifen können. Erst für zusätzliche Funktionen oder eine leistungsstärkere Version fällt eine Gebühr an. Mit diesem Ansatz wollen Unternehmen über das kostenfreie Angebot viele Nutzer anziehen, um einen Teil von ihnen später in zahlende Kunden für die Premium-Variante zu verwandeln.
Die Ursprünge des Freemium-Modells liegen in der Softwarebranche der 1980er Jahre. Damals wurde Basis-Software umsonst verteilt, um Kunden zum Kauf der Vollversion zu bewegen. Das ermöglichte eine schnelle Verbreitung bei sehr geringen Kosten. Der Begriff „Freemium“ setzt sich aus den englischen Wörtern für „kostenlos“ (free) und „hochwertig“ (premium) zusammen und wurde im Jahr 2006 geprägt.
Mit dem Erfolg des Internets und mobiler Apps erlebte das Modell einen großen Aufschwung. Zahlreiche Dienstleister und Entwickler von Handyspielen nutzten diese Strategie, um rasch eine große Nutzerschaft aufzubauen. Heute ist dieser Ansatz bei digitalen Produkten und Dienstleistungen fest etabliert.
Das Freemium-Modell ist ein wirksames Mittel, um die Aufmerksamkeit vieler Menschen zu gewinnen. Es bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Unternehmen müssen das richtige Gleichgewicht finden: Das kostenlose Angebot muss attraktiv genug sein, um Nutzer zu binden, darf aber nicht so viel bieten, dass der Anreiz für einen kostenpflichtigen Wechsel verloren geht.
Obwohl beide Modelle einen kostenfreien Zugang zu einem Produkt bieten, unterscheiden sich ihre Methoden und die dahinterstehenden strategischen Ziele deutlich voneinander.


