Das „Jobs-to-Be-Done“-Modell (JTBD) ist eine Methode für die Produktentwicklung. Sie stellt das konkrete Ziel – also die „Aufgabe“ –, die ein Kunde mit Hilfe eines Produkts lösen möchte, in den Mittelpunkt. Dieser Ansatz lenkt die Aufmerksamkeit weg vom Produkt selbst und hin zu den eigentlichen Beweggründen und gewünschten Ergebnissen des Kunden. Indem sich Unternehmen auf das grundlegende Problem des Kunden konzentrieren, können sie zielgerichteter neue Ideen entwickeln und Lösungen schaffen, die den tatsächlichen Bedarf der Kunden decken.
Der Grundgedanke des JTBD-Modells ist, dass Kunden Produkte „einstellen“, um eine bestimmte Aufgabe zu erledigen oder ein Ziel zu erreichen. Diese Sichtweise verlagert den Schwerpunkt von den reinen Produkteigenschaften auf die tieferen Beweggründe des Kunden. Es geht darum zu verstehen, welchen Fortschritt der Kunde in einer bestimmten Situation erzielen möchte.
Dieses Modell betrachtet Kundenbedürfnisse aus einem neuen Blickwinkel und berücksichtigt dabei praktische, gesellschaftliche und emotionale Aspekte. Wenn Unternehmen die eigentliche Aufgabe des Kunden erkennen, können sie bei Entwicklungen deutlich planbarer vorgehen und Lösungen anbieten, die die Nutzer wirklich ansprechen. Das Ziel ist es, das „Warum“ hinter einer Kaufentscheidung zu verstehen und nicht nur das „Was“.
Im Folgenden wird beschrieben, wie du das JTBD-Modell in deine eigene Produktentwicklung einbinden kannst.
Obwohl beide Modelle darauf abzielen, Innovationen zu fördern, gehen sie die Problemlösung aus unterschiedlichen Blickwinkeln an.


