Kanban ist eine Methode zur Steuerung von Arbeitsabläufen. Sie nutzt visuelle Hilfsmittel, um Aufgaben zu überwachen und die Effizienz zu steigern, indem sie die Produktion genau an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Entwickelt wurde das System bei Toyota als Teil der Just-in-Time-Fertigung. Es funktioniert nach dem Hol-Prinzip (Pull-System), bei dem Signale anzeigen, wann neue Aufgaben begonnen werden sollen. Das verhindert überflüssige Lagerbestände und macht Schwachstellen im Ablauf sichtbar.
Die Ursprünge der Kanban-Methode reichen in die späten 1940er Jahre bei Toyota zurück. Dort entwickelte der Ingenieur Taiichi Ohno das System, um die Produktivität in der Fertigung zu verbessern. Er ließ sich davon inspirieren, wie amerikanische Supermärkte ihre Regale je nach Kundennachfrage auffüllten, und schuf so ein System, das sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Ursprünglich für die körperliche Arbeit in der Produktion gedacht, wurden die Prinzipien von Kanban später auf die moderne Büro- und Wissensarbeit übertragen. Besonders in den frühen 2000er Jahren gewann die Methode in der Softwareentwicklung und IT-Branche stark an Bedeutung, was zum heutigen breiten Einsatz digitaler Kanban-Tafeln geführt hat.
Die Kanban-Methode basiert auf Grundprinzipien, die schrittweise Veränderungen und eine stetige Verbesserung fördern. Diese Prinzipien helfen Teams dabei, Arbeitsabläufe besser zu steuern, Verschwendung zu vermeiden und Ergebnisse zuverlässiger zu liefern.
Obwohl beide Ansätze das Ziel haben, die Effizienz im Team zu steigern, nutzen sie unterschiedliche Wege für das Management der Arbeitsabläufe.


