Latenz bezeichnet die Zeitspanne zwischen einer Aktion und ihrer Wirkung oder zwischen einem Reiz und der Reaktion darauf. Im Computernetzwerk beschreibt sie speziell die Dauer, die ein Datenpaket benötigt, um von seinem Ausgangspunkt an sein Ziel zu gelangen. Idealerweise sollte diese Dauer nahe Null liegen, da hohe Latenzzeiten verschiedene Bereiche, wie etwa Website-Ladezeiten und Anwendungsleistung, negativ beeinflussen können.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Latenz, darunter die physische Distanz, die die Daten zurücklegen müssen, und die Leistungsfähigkeit der Netzwerkinfrastruktur. Sie ist selten auf einen einzelnen Fehlerpunkt zurückzuführen, sondern entsteht meist durch eine Kombination mehrerer kleiner Verzögerungen. Diese Verzögerungen können durch das Übertragungsmedium, Netzüberlastung und die verarbeitende Hardware verursacht werden.
Hohe Latenz ist kein unbedeutendes Problem; sie wirkt sich direkt auf den Geschäftsbetrieb aus. Bei Anwendungen mit Kundenkontakt kann dies zu schlechten Nutzererfahrungen und geringerer Kundenbindung führen. Intern kann sie Engpässe verursachen, die wichtige Arbeitsabläufe behindern und die Produktivität mindern.
Im Bereich von Vertrieb und Marketing kann Latenz wichtige Prozesse wie die Datenanreicherung und die Lead-Qualifizierung ausbremsen. Diese Verzögerung kann zeitkritische Kampagnen weniger effektiv machen und letztendlich die Fähigkeit eines Teams einschränken, potenzielle Kunden rechtzeitig mit den passenden Informationen anzusprechen.
Obwohl sie oft synonym verwendet werden, beziehen sich Latenz und die spürbare Verzögerung („Lag“) auf unterschiedliche Aspekte von Leistungsverzögerungen.


