Software Asset Management (SAM) ist ein betriebswirtschaftlicher Ansatz, der darauf abzielt, den Einkauf, die Bereitstellung, die Wartung, die Nutzung und die Stilllegung von Softwareanwendungen in einem Unternehmen zu steuern und zu optimieren. Die Hauptziele von SAM sind die Kontrolle der IT-Ausgaben, die Vermeidung von geschäftlichen und rechtlichen Risiken sowie die Einhaltung von Software-Lizenzverträgen. Durch die Überwachung von Software über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg können Betriebe Verschwendung minimieren, die Sicherheit erhöhen und fundiertere Entscheidungen bei ihren Technologie-Investitionen treffen.
Software Asset Management entstand in den 1980er Jahren, angetrieben durch den zunehmenden Einsatz von Standardsoftware in Unternehmen. Da Betriebe immer mehr Anwendungen nutzten, wurde ein systematisches Verfahren zur Verwaltung dieser digitalen Ressourcen notwendig. Dies führte zur Praxis, Software gezielt zu erfassen, um Kosten zu kontrollieren und die Lizenzkonformität sicherzustellen.
Die Methode wurde später durch Frameworks wie ITIL formalisiert, die branchenweit standardisierte Grundsätze etablierten. Die Einführung von ISO-Normen stärkte die Bedeutung von SAM im Rahmen der IT-Steuerung weiter. Das heutige SAM entwickelt sich durch den Einsatz von Automatisierung und Cloud-Systemen stetig weiter.
Software Asset Management spielt eine entscheidende Rolle für die finanzielle Stabilität, die Sicherheit und die betriebliche Flexibilität eines Unternehmens. Es bietet einen strategischen Rahmen zur Steuerung des gesamten Software-Lebenszyklus – von der Anschaffung bis zur Abschaffung – und bringt dem gesamten Betrieb spürbare Vorteile.
Während SAM eine Management-Strategie beschreibt, ist SaaS (Software as a Service) ein Bereitstellungsmodell für Software. Beide dienen unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmen.


