Ein White-Label-Produkt oder eine entsprechende Dienstleistung bezeichnet ein Angebot, das von einem Unternehmen hergestellt und von anderen Firmen unter eigenem Namen weiterverkauft wird. Der Begriff leitet sich von dem weissen Aufkleber auf einer Verpackung ab, der bereit fu00fcr das Markenlogo des Wiederverku00e4ufers ist. Dies ermu00f6glicht es einem Betrieb, ein Produkt ohne eigene Fertigung unter der eigenen Marke zu vertreiben. Dem Endkunden erscheint das fertige Produkt so, als hu00e4tte es das verkaufende Unternehmen selbst entwickelt.
White-Label-Lu00f6sungen bieten eine effektive Abku00fcrzung fu00fcr Betriebe, die wachsen mu00f6chten, ohne viel Geld in eine eigene Produktentwicklung stecken zu mu00fcssen. Indem bewu00e4hrte und zuverlu00e4ssige Produkte mit dem eigenen Logo versehen werden, ku00f6nnen Unternehmen ihre Marktpru00e4senz rasch ausbauen und ihre Marke stu00e4rken. Diese Vorgehensweise bietet wichtige Vorteile, um Ablu00e4ufe zu vereinfachen und den Umsatz zu steigern.
Die Nutzung solcher Lu00f6sungen ist in vielen Branchen u00fcblich, auch im Handel und im Technologiebereich. Bei Konsumgu00fctern bieten grosse Handelsketten Eigenmarken bei Lebensmitteln oder Kosmetik an, die von externen Herstellern produziert werden. Dadurch ku00f6nnen sie ein breites Sortiment unter ihrem eigenen Namen anbieten.
Ebenso verbreitet ist dieses Vorgehen im Technologie- und Dienstleistungsbereich. Finanzinstitute bieten beispielsweise Kreditkarten unter eigenem Namen an, die von gru00f6sseren Banken abgewickelt werden. Softwarefirmen und Agenturen nutzen hu00e4ufig fremde Spezialdienstleistungen unter eigenem Namen, um ihren Kunden Komplettlu00f6sungen anzubieten.
Obwohl White-Label- und Eigenmarken-Strategien hu00e4ufig verwechselt werden, bedienen sie unterschiedliche geschu00e4ftliche Bedu00fcrfnisse.


