Kaufabsichtsdaten (auch Buyer Intent Data genannt) bezeichnen Erkenntnisse darüber, wann potenzielle Kunden online aktiv nach Lösungen suchen. Sie zeigen detailliert, welche Produkte und Dienstleistungen diese Kunden in Betracht ziehen – basierend auf den Online-Inhalten, mit denen sie sich beschäftigen. Diese Informationen helfen Vertriebs- und Marketingteams dabei, genau die Interessenten zu identifizieren, die kaufbereit sind. So können Sie Ihre Kräfte und Ressourcen zielgerichteter einsetzen und vermeiden es, Zeit mit Kontakten zu verlieren, die noch nicht so weit sind.
Es gibt zwei Hauptarten von Absichtsdaten: First-Party-Daten (eigene Daten) und Third-Party-Daten (Fremddaten). Eigene Daten stammen direkt von Ihren eigenen digitalen Plattformen, wie Ihrer Website, Ihrem CRM-System, Ihren Social-Media-Kanälen und Ihren persönlichen Kontakten. Fremddaten hingegen werden von externen Quellen gesammelt und bieten einen breiteren Überblick über das Kundeninteresse – zum Beispiel durch zusammengefasste Daten von Verlagen und Plattformen.
Die Nutzung dieser Daten bringt Ihnen viele Vorteile: Sie erkennen frühzeitig kaufbereite Interessenten, erhalten ein umfassendes Bild vom Kundeninteresse und sichern eine ethische und datenschutzkonforme Datenerhebung. Vertriebsteams können diese Erkenntnisse nutzen, um vielversprechende Kontakte zu erkennen, ihre Ansprache passgenauer zu gestalten und das Interesse an bestimmten Produkten richtig einzuschätzen. Herausforderungen liegen jedoch in der Genauigkeit und Aktualität der Daten, der Einhaltung von Datenschutzregeln sowie in der passenden Formulierung der Kundenansprache im richtigen Moment.
Die klassische Punktebewertung von Kontakten (Lead Scoring) nutzt meist demografische und firmenbezogene Angaben wie Berufsbezeichnung, Unternehmensgröße und Branche, um den Wert eines Kontakts einzustufen. Diese Methode bewertet Kontakte danach, wie gut sie in das gewünschte Kundenbild passen.
Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Analyse von Kaufabsichtsdaten auf das tatsächliche Online-Verhalten der Interessenten, um deren echtes Interesse an bestimmten Produkten oder Dienstleistungen zu bewerten. Dieser Ansatz zeigt Ihnen viel genauer, wie kaufbereit ein Interessent wirklich ist. So kann sich Ihr Vertrieb auf die Kontakte konzentrieren, die aktuell nach Lösungen suchen und bei denen ein Kauf am wahrscheinlichsten ist.


